Die nächste Stufe der Digitalisierung hat den US-amerikanischen und britischen Immobilienmarkt bereits fest im Griff. Mit etwas Verzögerung ziehen nun auch deutsche Unternehmen mit verschiedenen Geschäftsmodellen der intelligenten Digitalisierung nach. Hierdurch steigt die Zahl der Akteure und die damit verbundene Vielfalt unterschiedlicher Geschäftsmodelle auf dem Immobilienmarkt rasant.

Der Megatrend der „intelligenten“ Digitalisierung als Teil der Industrie 4.0 prägt nicht nur die Immobilienwirtschaft, sondern jeden anderen Wirtschaftszweig eines Landes – auf nationaler wie globaler Ebene. Auch in Deutschland entwickelt sich seit Mitte 2014 eine ausgeprägte Proptech-Szene, die in immer schnellerem Maße neue Innovationen auf den Markt bringt und dabei immer häufiger mit alteingesessenen Akteuren konkurriert. Diesen neuen Impulsen müssen sich über kurz oder lang alle Parteien der Immobilienwirtschaft stellen, da hiervon zudem auch alle Anlageklassen betroffen sind, egal ob Büro-, Einzelhandel- oder Wohnimmobilien.

Was die intelligente Digitalisierung für die Branche bedeutet

In der Praxis führt die intelligente Digitalisierung zur sogenannten „Informatisierung“ der Immobilienwirtschaft. Die Informatisierung der Branche bezieht sich darauf, dass der Faktor Information und deren Gewinnung, Verarbeitung und Nutzung für den Geschäftsalltag immer wichtiger wird und darüber entscheidet, wie und wie schnell Immobilien evaluiert, Bewerber gefiltert und Immobilien letztlich vermittelt werden.

Hiervon ausgehend führen Geschäftsmodelle der intelligenten Digitalisierung auf Basis von immer größeren Datenmengen dazu, dass die Vermietung, der Verkauf und das Management von Immobilien vollkommen neu strukturiert und umgesetzt werden (können). Neue Immobilienplattformen und deren innovative Geschäfts-modelle sind hierbei Vorreiter dieser Entwicklung, vor allem basierend auf der (partiellen) Übertragung des Vermittlungsprozesses aus dem Analogen ins Digitale als Konkurrenz zu Maklern einerseits oder als neutraler Akteur andererseits.

Das Dienstleistungsportfolio wird vielfältiger

Geschäftsmodelle von Tech-Unternehmen transformieren alle Prozessstufen und Dienstleistungsfelder, die mit der Vermittlung einer Immobilie einhergehen. Die klas-sische Immobilienvermittlung wird sich diesen Veränderungen anpassen müssen. Ansatzpunkt hierfür ist oftmals der Aspekt der Effizienz.

Diese Veränderungen betreffen direkt unter Anderem folgende Bereiche:

  • die Immobilienbewertung und -suche anhand spezieller Daten-, Evaluierungs- und Analytiktools
  • das Immobilieninvestment beispielsweise auf Basis von Crowdfundingplatt-formen,
  • die Immobilienvermittlung durch spezielle Online-Plattformen und Matching-dienstleistungen,
  • das Immobilienmanagement mittels spezieller Software oder
  • die Immobilienbesichtigung dank virtueller Begehungen.

Wie der Vermittlungsprozess einer Immobilie von Grund auf neu gestaltet wird

Entscheidend ist zunächst die Verfügbarkeit von immer größeren Mengen an Kontextdaten zu einer Immobilie, zur umliegenden Nachbarschaft und zu Kauf- und Mietinteressenten selbst. Insbesondere in Ballungsgebieten, in denen ein großer Mangel an Wohnraum herrscht, ist zu erkennen, dass gerade Interessenten bereit sind, immer mehr Kontextdaten von sich preiszugeben, um eine realistische Chance auf eine Immobilie zu erhalten.

Aufgrund dessen, dass schon im Evaluierungsprozess einer Immobilie neue Daten und Informationen verfügbar gemacht werden, hat dies zunächst Auswirkungen auf die Bewertung einer Immobilie. Dies wiederum wirkt sich unmittelbar auf den Entscheidungsprozess aus, da dieser angesichts einer informationsbedingten Risikoabnahme der Investition nachhaltiger durchgeführt werden kann. Ein gleicher Effekt ist bei der Wahl der Bewerber zu erkennen.

Um diese größeren Datenmengen Endkonsumenten, also Anbietern wie Interessenten gleichermaßen, zugänglich zu machen, bedarf es eben spezieller Online-Portale wie My Real ID. Als erfolgsversprechend erweisen sich vor allem diejenigen Plattformen, die in der Lage sind, den gesamten Vermittlungsprozess ins Digitale zu übertragen. Dies lässt sich auch darauf zurückführen, dass Nutzer von Online-Portalen Informationen besser verwalten und zielgerechter nutzen können. Dies hat in Bezug auf die Bewerber und Immobilienangebote eine deutlich höhere Vergleichbarkeit von Daten und Profilen zur Folge und verbessert die allgemeine Informationsübersicht und Datenqualität.

Alles in allem lässt sich feststellen, dass intelligente Digitalisierungsmodelle in Bezug auf den Anbieter von der reinen Vermittlung seiner Immobilie hin zu einem aktiven Bewerbermanagement wandelt und wandeln muss. Hier gilt es, Anbietern ein Werkzeug an die Hand zu geben, welches ihnen erlaubt, ressourcenschonend und kostensparend bestehende Herausforderungen ihres Arbeitsalltags zu meistern. Und genau darauf fußt das Geschäftsmodell von My Real ID.

Was My Real ID genau macht

My Real ID selbst ist eine neutrale Online-Plattform, die explizit den Mehrwert für alle Parteien, auch Makler, betont. Die Plattform deckt als einer der wenigen Akteure den vollständigen Vermittlungsweg einer Immobilie digital ab, ohne dass Nutzer das Por-tal nur einmal verlassen müssen.

My Real ID, operativ tätig seit August 2015, hebt sich von anderen Unternehmen der Branche – abgesehen von dem Preismodell und am Markt führenden technischen Innovationsstandard – vor allem aufgrund der Umstrukturierung des Vermitt-lungsprozesses einer Immobilie auf Basis einer digitalisierten Selbstauskunft ab, da dem Anbieter dadurch alle bewerberrelevanten Informationen schon vor der Besichtigung verfügbar gemacht werden. Dank selbstgesetzter Filterkriterien werden im Fortgang Bewerber sekundenschnell selektiert, so dass am Ende nur noch eine geringe Zahl von „Idealinteressenten“ übrig bleibt, die wiederum über ein neuartiges Termintool direkt zu Besichtigungen eingeladen werden können.

Die digitale Selbstauskunft in Verbindung mit ergänzenden Angaben wie einer Identitätsverifizierung, Schufa- oder Bonitätsauskunft begründet dahingehend auch den Firmennamen „My Real ID“, da Interessenten damit erstmals eine standardisierte und verifizierte Online-Identität von natürlichen Personen schaffen.

Christian Hellwig, Manager für Unternehmenskommunikation & Public Affairs

Gastbeitrag: MyRealID

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