IDIM

Einiges Rauschen im (digitalen) Blätterwald hat die Gründung der Initiative Digitales Immobilienmanagement verursacht, die auf der diesjährigen Expo bekannt gegeben wurde und die sich einiger prominenter Gründungsmitglieder erfreut. Seitdem ist es erst einmal still geworden. Bei google wird man auf der Suche nach einer Website noch nicht ohne weiteres fündig (hier sei es verraten, ganz einfach: www.digitales-immobilienmanagement.de). Fällt also selbst führenden deutschen Immobilienunternehmen wieder einmal nichts Anderes als der gute alte e.V. ein, um mit der digitalen Revolution fertig zu werden? Im Gespräch mit dem Initiator Maurice Grassau muss man ein solches Vorurteil revidieren. Typ erfrischender Jungunternehmer mit Sachkenntnis und klarer Zielvorstellung. Während die Website noch ein Themenspektrum androht, deren Behandlung man einer so jungen und (noch) kleinen Initiative nicht gleich abkaufen mag, ist der Fokus der aktuellen Arbeit klar bestimmt: Ein gemeinsames Verständnis darüber zu entwickeln, wie man dem immobiliaren Informationswust in Immobilienunternehmen durch technische Mittel, aber auch durch ein vernünftiges Klassifizierungssystem Herr werden kann. Warum das (auch) eine Gemeinschaftsaufgabe ist? Weil viele Player an der Bewirtschaftung einer Immobilien mitwirken und ein einwandfreier Informationsfluss zwischen den Beteiligten das A und O für den Erfolg ist. Daran hapert es bekanntermaßen ja immer noch vielfach.

An der IDIM ist so Einiges spannend: Nicht nur das Thema, sondern auch der offenbar bewusste Entschluss, die Initiative von den Immobilienverbänden fern zu halten. Richtig so! Um Marktinitiativen zumal im digitalen Gewerbe voran zu bringen, sind die Verbände zu langsam. Ob die IDIM schneller ist, wird sich zwar auch erst noch weisen müssen. Immerhin aber verbringt sie ihre Zeit nicht mit (noch) unnötiger Öffentlichkeitsarbeit, sondern versucht erst einmal Ergebnisse zu produzieren. Dafür ist man mit Blick auf viele Verbände, die in erster Linie Öffentlichkeitsarbeit betreiben, zunächst dankbar. Und schließlich ist die IDIM eine sinnvolle Plattform für einen nachhaltigen Austausch über unser Thema, von denen es noch nicht genug gibt. Insofern kann man der Initiative nur viel Erfolg wünschen, die Mitarbeit empfehlen und Herrn Grassau danken, dass er neben dem Aufbau seines eigenen Unternehmens noch die Zeit findet, sich gemeinnützig zu engagieren (dafür lassen wir architrave bei nächster Gelegenheit auch hier einmal zu Wort kommen). Wir sind gespannt auf erste Ergebnisse!

 

IDIM jung, dynamisch: Analoge Plattform für digitale Themen.

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