Willkommen, liebe Leser, auf dem Branchenblog für neue Geschäftsmodelle in der Immobilienbranche. Stürzen wir uns gleich hinein. Wo sind sie zu finden, die disruptiven Unternehmen, die den etablierten Unternehmen das Fürchten lehren? Ein kurzer Blick auf die google-Angebote unter Start Ups Immobilien zeigt, offenbar ganz überwiegend in der Maklerbranche. Um die 30 Gründungen listet www.deutsche-startups.de in diesem Bereich auf. Selbst die Stiftung Warentest sah sich aufgerufen, die neuen Angebote unter die Lupe zu nehmen. Die verschiedenen Vergleiche verwirren bisher noch. Und ehrlich gesagt, wer mag schon glauben, dass sich 30 Plattformen, die sich überdies praktisch ausschließlich an Wohnungsvermieter und – suchende richten, alle überleben werden? Sei’s drum, Wettbewerb belebt bekanntlich das Geschäft. Interessant ist die Entwicklung auf jeden Fall. Ausgelöst wurde die Entwicklung von der viel gescholtenen Einführung des Bestellerprinzips, die den klassischen Makler für Wohnungsanbieter erst einmal teurer und Alternativen damit interessanter macht. Ob das reicht? Es ist ja nicht so, dass es bisher noch keine internetbasierten Immobilienplattformen gab. Aber die Kritik an den Scouts24, etc. hat ja in letzter Zeit erheblich zugenommen. Das schafft Chancen für neue Anbieter. Im übrigen lässt sich das populäre Plattformmodell aus dem Silicon Valley verhältnismäßig einfach auf Maklerplattformen übertragen. Dazu demnächst mehr. Amüsant dabei ist zunächst der clash of cultures, der sich exemplarisch in den Bekundungen von „Angreifern“ und „Verteidigern“ der bisherigen Geschäftsmodelle zeigt. „Wir wollen den Immobilienmarkt revolutionieren“ wird von der ein oder anderen Neugründung bekundet. Donnerwetter! Nicht nur die Maklerwelt. Gleich den ganzen Immobilienmarkt! Und gleich ein Revolution! Von der Gegenseite heißt es, „diese Dienstleistung lässt sich nicht ohne Weiteres durch Algorithmen ersetzen.“ Diese Form des Diskurses wird uns wohl noch eine Weile begleiten, jedenfalls so lange, bis die digitalen Jungs den Immobilienmarkt noch ein wenig besser verstanden haben. Und der Immobilienmarkt die digitalen Jungs und ihre Denke.

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